Das Wiener Rummy (Romme ohne Auslegen) - Wiener-Romme

Anders als beim Deutschen Romme, dem Romme ohne Auslegen, ordnet man hier sein Blatt zu Figuren in der Hand und versucht, alle seine Karten auf einmal auszulegen (man ruft Romme) oder zu klopfen, was bedeutet, dass man bis auf einen geringen Restwert, alle seine Karten meldet.

So wie es beim Deutschen Romme der Fall ist, sind auch für diese Romme-Spielart keine verbindlichen einheitlichen Regelungen vorhanden. Oft sind unter anderen Namen fast identische Spielarten bekannt, wie zum Beispiel 101 Rummy und einige andere. Eine andere, jedoch äußerst spezielle Abwandlung ist auch das Gin Rummy, das nur mit zwei Personen gespielt wird.

Nachfolgende Regeln dürfen deshalb keineswegs als verbindlich betrachtet werden, wie beispielsweise die für ein Schachspiel. Wird nichts anderes vereinbart oder ist wurden keine weiteren Angaben zu den Regeln gemacht, sind gewöhnlich die Regeln des Romme mit Auslegen als gültig anzusehen, gerade was die Kartenwerte, die Figuren, etc. betrifft.

Auch für das Romme ohne Auslegen werden zwei Pakete französischer Spielkarten a 52 Blatt, allerdings mit nur je einem Joker, also insgesamt 106 Spielkarten, für zwei bis sechs Personen, benötigt. In dieser Version erhält dann jeder Spieler 10 Karten, wobei sich der Geber selbst 11 Karten gibt.

In der Folge versucht jeder Spieler, wie auch beim Deutschen Romme, durch Abnehmen und Abwerfen sein Blatt entsprechend zu verbessern.

Ende eines Romme-Spieles ohne Auslegen

Ein Spiel dauert so lange, bis einer der Spieler Romme ruft, was bedeutet, dass er zehn seiner Karten in Meldungen auslegt und gleichzeitig die elfte Karte ablegt. Daraufhin legt jeder andere Spieler seine eigenen Figuren aus und zählt seine schlechten Karten, deren Wert sich aus den Augensummen der Karten, welche nicht in Figuren einbezogen wurden, zusammensetzt.

Die andere Möglichkeit, zu einem Spielende zu kommen, ist durch das Klopfen. Ein Spieler kann klopfen, wenn er höchstens fünf oder weniger Augen in seinen schlechten Karten hat. Dann legt er, wie beim Romme-Ruf, seine Karten offen aus und teilt den Mitspielern seine Schlechtpunkte mit, welche anschließend dasselbe tun. Allerdings dürfen sie nun, im Gegensatz zum Romme-Ruf, nochmals durch Abnehmen oder Ablegen einer Karte, die Möglichkeit nutzen, ihr Blatt zu verbessern. Es dürfen jedoch keine Karten an Figuren angelegt werden.

Die Partie

Beim Romme ohne Auslegen wird auch nach Partien gespielt, wobei sich eine Partie aus mehreren Einzelspielen zusammensetzt. Zu Beginn der Partie hat jeder Spieler den Einsatz in Höhe von fünf Chips in die Kasse (Pott) zu zahlen.

Der Klopfer oder der Romme-Rufer erhält nach jedem Spiel von den anderen Spielern, die sich noch im Teilnehmerfeld befinden, ein sogenanntes Klopfgeld in Höhe von einem Chip ausbezahlt. Die Schlechtpunkte eines jeden Spielers werden anschließend notiert und fortlaufend addiert.

Hat ein Spieler 101 oder mehr Schlechtpunkte gesammelt, so scheidet er aus. Wenn alle Spieler, bis auf einen ausgeschieden sind, hat der verbleibende Spieler den Pott gewonnen und die Partie ist beendet.

Sollte ein Spieler nun bereits 81 oder mehr, jedoch noch nicht 101 Schlechtpunkte haben, dann darf er sich, aber nur gegen Bezahlung von fünf Chips zusätzlich in den Pott, zurückkaufen. Die Anzahl seiner Schlechtpunkte, die er angesammelt hat, wird sodann auf die Anzahl von Schlechtpunkten des zweitschlechtesten Spielers im Teilnehmerfeld reduziert. Jeder Spieler hat im Laufe einer Partie einmal das Recht, sich zurückzukaufen.

 

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